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Finanzen sind
zentrales Thema
Markus
Ferber, MdEP Gast bei JU Unterglauheim
Bei der Jahreshauptversammlung des JU-Ortsverbands konnte Vorsitzender
Tobias Kappel neben zahlreichen Mitgliedern aus JU und CSU auch den schwäbischen
CSU-Chef und Mitglied des Europäischen Parlaments Markus Ferber begrüßen.
Berichte aus dem Verband
Zu Beginn wurden die Jahresberichte
der Vorstandschaft vorgetragen. Stellvertretender Ortsvorsitzender Thomas
Gerstmeier gab in seinem Tätigkeitsbericht einen Überblick über das
vergangene Jahr 2009: Die Aktivitäten des Verbandes waren hier deutlich
von den verschiedenen Wahlen geprägt. So wählte nicht nur die Junge
Union turnusgemäß neu, sondern es war vor allem durch die Wahlen in
Europa und dem Bund ein straffes Programm zu bewältigen. Highlight im
Rahmen des Bundestagswahlkampfes war sicherlich die Kneipentour mit MdB
Ulrich Lange. Der anschließende Kassenbericht von Schatzmeister Martin
Mayer zeugte von einem tadellosen und soliden Zustand der
Verbandsfinanzen.
In seinem Bericht ließ der
Ortsvorsitzende das Jahr nochmals Revue passieren. Auch seine persönlichen
Erfahrungen teilte er dabei der Versammlung mit: „Für mich war es ein
interessantes und lehrreiches Jahr. Nicht alles hat sofort geklappt, aber
das gehört dazu.“ Kritisch äußerte sich Kappel im Bezug auf den
Zustand einiger Ortsverbände. Es müsse vor allem in den großen
Stadtverbänden der JU wieder aktiver zugehen. Auch in Sachen
CSU-Kreisverband zeigte sich der Vorsitzende unzufrieden: „Es ist
fraglich, ob es sich ein Verband leisten kann, junge Menschen an der
politischen Mitarbeit zu hindern, nur weil sie anderer Meinung als die
Kreisspitze sind.“ Beim Thema Gemeindepolitik dagegen zeigte sich Kappel
durchaus erfreut. Zahlreiche Vorhaben von JU und CSU seien mittlerweile
Realität geworden. So ist der Schuldenstand deutlich gesunken, ein Neubürgerbesuchsdienst
wurde eingerichtet. „All diese Dinge haben wird gefordert und
vorangetrieben“, so der Vorsitzende. Allerdings dürfe im Nachkrisenjahr
2011 die Haushaltsdisziplin der letzten beiden Jahre nicht verlorengehen.
Kappel dankte besonders dem CSU-Ortsvorsitzenden Thomas Häußler für
seine engagierte Arbeit als Gemeinderat. Erfreut zeigte sich die
Versammlung auch über die Aufnahme von zwei Neumitgliedern: Robert Ahle
und Patrick Schreiber wurden mit Beifall begrüßt.
In ihren Grußworten dankten sowohl
JU-Kreisvorsitzender Andreas Mengele, als auch CSU-Chef Thomas Häußler
dem JU-Ortsverband. Häußler hob die gute Zusammenarbeit zwischen JU und
CSU vor Ort hervor. In seinem Bericht aus dem Gemeinderat waren vor allem
Haushalt und DSL-Versorgung Thema, wobei Häußler berichten konnte das
mit der flächendeckenden DSL Verfügbarkeit ab Mitte des Jahres in
Blindheim und Unterglauheim ein zentrales Wahlversprechen der CSU aus dem
Kommunalwahlkampf 2008 umgesetzt werden konnte.
Disziplin
bei Finanzen angemahnt
In seinem kurzweiligen Vortrag ging
MdEP Markus Ferber auf Zahlreiche Themen ein. Schwerpunkt seiner Ausführungen
war dabei sicherlich die Griechenland-Krise. Er sehe noch nicht die
notwendigen Anstrengungen von Seiten Athens, um Milliardenhilfen in
Aussicht zu stellen: „Auch Irland wurde beispielsweise von der Krise
hart getroffen. Deren Bemühungen um Konsolidierung der Staatsfinanzen übersteigen
die Griechenlands deutlich.“ Bei der Diskussion um den „Rauswurf“
der Hellenen aus dem Euro-Raum mahnte Ferber Sachlichkeit an, da dies auch
mit negativen Folgen für den Kurs des Euro verbunden sei und juristisch
so gar nicht zulässig wäre. Insgesamt, so der Parlamentarier, sei das
Thema Griechenland extrem komplex, auch auf Grund dessen, dass dies eine
Art Präzedenzfall für die Europäische Union sei. Auch andere Staaten
seien finanziell im Moment alles andere als solide. Allerdings dürfe
Deutschland nicht nur mit dem Finger auf andere Euro-Länder zeigen. Die Höhe
der eigenen Neuverschuldung und das damit verbundene Risiko der
schleichenden Handlungsunfähigkeit seien beunruhigend, so Markus Ferber
weiter.
Auch auf die derzeit geführte
Leitbilddiskussion in der CSU ging Ferber als schwäbischer
CSU-Bezirksvorsitzender ein. Es gehe nicht um berühmte Formeln oder
Slogans, sondern um Meinungsführerschaft in zentralen Themen. Dies müsse
vor allem durch intensive Gespräche der Entscheidungsträger mit den Bürgern
vor Ort geschehen.
Ferber dankte am Ende seiner Ausführungen
JU- und CSU-Verband für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich
politisch-ehrenamtlich einzubringen.
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